
Geschichte
des Grenzgangs
Seit Jahrhunderten zieht der Grenzgang Biedenkopf die Menschen in seinen Bann – ein Fest voller Geschichte, Gemeinschaft und gelebtem Brauchtum.
Erfahre auf dieser Seite mehr über die Ursprünge, die Bedeutung und die einzigartigen Rituale dieses besonderen Ereignisses.

„Eine Tradition über Jahrhunderte hinweg“
Nachdem bereits zumindest im späten Mittelalter in unregelmäßigen, mehrjährigen Abständen die verschiedenen Nachbargrenzen von Biedenkopf zur Klärung von Grenzstreitigkeiten begangen wurden, erfolgte der erste von vielen Grenzgängen an zwei Tagen im Jahr 1693 auf Anordnung der Fürstin und Landgräfin Elisabeth Dorothea. Seit 1777 besteht die Markierung der Biedenkopfer Stadtgrenze aus 275 Grenzsteinen. Mit verbesserter Kartendokumentation und infolge einer Gebietsreform war der Grenzgang als amtliche Handlung später nicht mehr nötig. Da die Bevölkerung jedoch Spaß am damit verbundenen Spektakel hatte, wurde daraus das fröhliche Volksfest, das wir heute noch kennen und dem wir alle sieben Jahre entgegen fiebern.
So dürfen wir zwischenzeitlich hierbei begeisterte Menschen aus aller Welt zu unserem einzigartigen historische Fest begrüßen, ehemalige Bürger der Stadt, ihre Nachkommen, Freunde und deren Freunde – und darauf sind wir stolz!
Grenzgang Biedenkopf –Eine historische Tradition
Regelmäßige Grenzbegehungen
Erste Grenzen zu Nachbargemeinden wurden mit Steinen versehen.
Zudem ordnete in 1682 Fürstin und Landgräfin Elisabeth Dorothea (1640 – 1709) zur Beendigung der dauerhaften Grenzirrungen regelmäßige Grenzbegehungen und Erneuerungen im 3 - 4 jährigen Rhythmus unter amtlicher Mitwirkung an.




Grenzgangsplakate seit 1886

"Wenn Zeit vergeht, der Grenzgang doch nimmer verweht..."
Seit Jahrhunderten ist der Grenzgang mehr als nur ein Fest – er ist ein lebendiges Zeugnis für Gemeinschaft, Heimatverbundenheit und Tradition. Was einst als Grenzbegehung zur Wahrung der Stadtmarken begann, ist heute ein einzigartiges Ereignis, das Generationen verbindet und Menschen aus aller Welt nach Biedenkopf führt.
Während sich die Zeiten ändern, bleibt der Grenzgang ein fester Bestandteil unserer Identität. Alle sieben Jahre erinnert er uns daran, woher wir kommen, was uns verbindet und wie wertvoll gelebte Traditionen sind. Und so gilt auch in Zukunft: Wenn Zeit vergeht, der Grenzgang doch nimmer verweht.


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