
Drei Tage Ausnahmezustand – Grenzgang feiern!

Grenzgangskarte
Drei Tage lang ziehen die Grenzgänger aus, um die Stadtwaldgrenze Biedenkopfs zu begehen. Der Morgen beginnt mit Böllerschüssen vom Schlossberg, die die Stadt wecken. Begleitet von Musik, versammeln sich Männergesellschaften und Burschenschaften auf dem Marktplatz. Am ersten Tag gibt es Ansprachen und eine Totenehrung, dann folgt das gewohnte Ritual: Meldungen, Aufstellung, und schließlich das Kommando des Bürgerobersts – „Grenzgang Marsch!“.
Zwei Tage geht es links der Lahn entlang, am dritten Tag rechts. In der Mitte des Marsches erwartet die Wanderer eine Rast im Wald. Dort wird gefeiert, Gäste werden „unter die Fahne“ genommen und mit kräftigen Stemmkommandos in die Luft geworfen. Am frühen Nachmittag endet die Tagesetappe, zurück in der Stadt. Doch der Grenzgang ist nicht nur ein Marsch – er ist ein Fest. Am Abend ziehen die Gesellschaften weiter zum Festplatz, wo der Tag im Zelt seinen ausgelassenen Abschluss findet.

1. Grenzgangstag
Frühstücksplatz Sackpfeife
Streckenlänge der Grenze
8.284m
Marschlänge
Tag 1
16.824m
Steigung
559m
Gefälle
357m

Grenzsteine 1 bis 37
Pünktlich um 6 Uhr verkünden Böllerschüsse hoch oben vom Schloss den Beginn der offiziellen Festlichkeiten. Wenn die Burschenschaften und Männergesellschaften geschlossen auf dem Marktplatz angekommen und sich nach einer zuvor festgelegten Reihenfolge aufgestellt haben beginnt ein für die unzähligen Gäste aus Nah und Fern ein immer wieder faszinierendes und zugleich würdevolles Ritual mit Ansprachen von Bürgermeister und Würdenträger des Grenzgangs sowie Ehrung der Verstorbenen.
Mit dem Aufruf „Grenzgang Marsch!“ des Bürgeroberst setzt sich daraufhin der nicht enden wollende Festzug mit seinen unzähligen Wanderbegeisterten in Richtung des 1. Etappenziels, dem Frühstücksplatz auf der Sackpfeife, in Bewegung. Dort beginnt, inmitten des Waldes gelegen, eine Fröhliche Rast mit Musik und Tanz. Nach Rückkehr in die Stadt sowie einer kleinen Verschnaufpause versammeln sich am Nachmittag die Grenzgänger erneut auf dem Marktplatz, um von dort zum Festplatz „Auf der Bleiche“ zu gelangen, wo in vollkommener Fröhlichkeit mit Livemusik dieser Wandertag beendet wird.

06.00 Uhr
Böllerschießen vom Schlossberg Weckruf durch die Musikkapelle.
06.30 Uhr
Aufstellung des Festzuges auf dem Marktplatz, Ansprache des Bürgermeisters, Festzug durch die Kottenbachstraße und die Oberstadt zum Marktplatz, durch die Hainstraße und über die Ludwigshütte zur Grenze.
07.00 Uhr
Beginn der Grenzbegehung auf der linken Lahnseite.
09.30 Uhr
Frühstück auf der Sackpfeife.
12.00 Uhr
Fortsetzung der Grenzbegehung bis zur Rauhen Wiese, von da zurück in die Stadt.
16.30 Uhr
Festzug zur Oberen Bleiche Volksfest und Tanz bis 23.00 Uhr.


2. Grenzgangstag
Frühstücksplatz Hasenhardt
Streckenlänge der Grenze
6.679m
Marschlänge
Tag 1
14.512m
Steigung
196m
Gefälle
420m

Grenzsteine 45 bis 156
Mit Ausnahme der Ehrung und der Ansprache des Bürgermeisters wiederholt sich das morgendliche Prozedere auf dem Biedenkopfer Marktplatz des 2. Grenzgangstags. Ziel der heutigen Etappe ist der Frühstücksplatz „Hasenhardt“. Für Gäste, die die wanderlichen Strapazen nicht bewältigen können, steht an jedem Grenzgangstag ein Fahrdienst zur Verfügung. Erneut nachmittags treffen sich auch hier die Beteiligten, um gemeinsam den Festplatz anzusteuern.

06.00 Uhr
Böllerschießen vom Schlossberg Weckruf durch die Musikkapelle.
06.30 Uhr
Aufstellung des Festzuges auf dem Marktplatz.
07.00 Uhr
Abmarsch zur weiteren Grenzbegehung durch die Bachgrundstraße, Straße Am Bahnhof, Hospitalstraße, den Galgenberg hinauf über den Staffel zur Rauhen Wiese.
09.30 Uhr
Frühstück auf der Hasenhardt.
12.00 Uhr
Fortsetzung der Grenzbegehung bis zur Lahn an der Erlenmühle, von da zurück in die Stadt.
16.30 Uhr
Festzug zur Oberen Bleiche Volksfest und Tanz bis 23.00 Uhr.


3. Grenzgangstag
Frühstücksplatz Gespaltener Stein
Streckenlänge der Grenze
10.734m
Marschlänge
Tag 1
16.303m
Steigung
612m
Gefälle
634m

Grenzsteine 157 bis 273
Mit dem Marsch der längsten Strecke zum Frühstücksplatz „Gespaltener Stein“ erfährt das Grenzgangsfest am Samstag seinen eigentlichen Höhepunkt, denn neben dem Bewältigen der längsten und zugleich anspruchsvollsten aller Tagesstrecken zieht es an diesem Tag die mit Abstand größte Gästezahl auf den Markplatz sowie in „insen Waald“. Auch kann das ausrichtende Komitee besonders an diesem Morgen viele befreundete Grenzgänger aus den Nachbarorten Buchenau, Münchhausen, Goßfelden, Wetter sowie Wollmar empfangen. Gemeinsam werden an den drei Grenzgangstagen die 275 Grenzsteine kontrolliert und zugleich ob ihrer Vergangenheit symbolisch geehrt.

06.00 Uhr
Böllerschießen vom Schlossberg Weckruf durch die Musikkapelle.
06.30 Uhr
Aufstellung des Festzuges auf dem Marktplatz.
07.00 Uhr
Abmarsch zur Grenzbegehung durch die Hainstraße zur Ludwigshütte Begehung der Grenze auf der rechten Lahnseite.
09.30 Uhr
Frühstück am gespaltenen Stein.
12.00 Uhr
Fortsetzung der Grenzbegehung. Beim letzten Grenzstein an der Erlenmühle: Ansprache des Bürgeroberst. Anschließend Marsch zurück in die Stadt.
16.30 Uhr
Festzug zur Oberen Bleiche Volksfest und Tanz.
23.00 Uhr
Großfeuerwerk
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