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Burschenschaft
Adolf Schäfer

Ersterwähnung: 1894 | Fahne von 1900

Fahne

Die Burschenschaft Adolf Schäfer, das „Junior-Team“ der Männergesellschaft Thauwinkel-Eschenberg, wurde 1894 von 22 Gründungsmitgliedern, welche alle namentlich bekannt sind, ins Leben gerufen. Sie stellt seit ihrer Gründung eine der kleinsten Burschenschaften. Der Name Adolf Schäfer ist auf den Ort der Gründung, die Gaststätte Schäfer im Thauwinkel, zurückzuführen. Allerdings ist nicht bekannt, wie der Namensbestandteil Adolf entstand, da weder ein Mitglied der Gastwirtsfamilie noch der Gründungsversammlung diesen Vornamen trug.

In 1900 wurde unter dem 1. Führer Carl Schmidt und dem 2. Führer August Heinzerling erstmals die Fahne über die Grenze getragen. Hierbei handelt es sich um die älteste Fahne überhaupt, welche erst im Jahr 2005 durch ein Nachfolgemodell ersetzt wurde. Die Entstehung der neuen Fahne verdankt man den geschickten Händen des Malers Günter Sell und des Schneidermeisters Folkert Enninger.

Die beiden Führer bei dem letzten Grenzgang vor dem 1. Weltkrieg in 1907 waren Louis Weinberg und Karl Dünhaupt. 1950 nahm die Burschenschaft Adolf Schäfer unter dem 1. Führer Rolf Wenzel und dem 2. Führer Helmut Velten an dem ersten Grenzgang nach dem 2. Weltkrieg teil. Zusätzlich begleitete Reiter Wilfried Hainbach den Festzug als Reiter.

In 1956  stellte die Burschenschaft erstmals Offizielle aus ihrem Kreis: Burschenoberst Rolf Wenzel und Adjutant Helmut Schäfer. Die Burschen wurden von dem 1. Führer Karl H. Pfeil und 2. Führer Emil Wehn über die Grenze gebracht.

1963 konnte sich die Adolf Schäfer über den Reiter Dieter Roth freuen. Die höchsten Ämter der Burschenschaft bekleideten der 1. Führer Bernd Unverzagt und der 2. Führer Arnold Kuck.

Den nächsten Offiziellen stellte die Burschenschaft im Jahre 1970. Helmut Bohl begleitete den Grenzgang als Wettläufer. Der 1. Führer Peter Fischbach und der 2. Führer Arnold Kuck brachten die Burschen über die Grenze.

Auch 1977 stellte sich zum 3. Grenzgang in Folge ein Reiter aus den eigenen Reihen, namentlich Karl Otto Pfeil. Helmut Walther und Gerhard Tomm stellten sich bereit die Führung über die Grenze zu übernehmen.

In 1984 stellte die Burschenschaft Adolf Schäfer mit dem Burschenoberst Karl Otto Pfeil zum zweiten Mal dem ranghöchsten Offiziellen. Die Führerämter übernahmen Günther Schlagowsky und Rolf Wehn.

Im Jahr 1991 kam unter der Führung von Uwe Funk und Michael Müller der neueste Trendsport des Thauwinkels zustande. Die Burschen nutzten das starke Gefälle der Thauwinkelstraße aus, um zu zeigen, dass sich Kunststoffkisten mit der Aufschrift „BALBACH- Bier“ nicht nur zum Transport der Bierflaschen eignet. Im Anschluss an das Fußballturnier der Mädchen entsprang die Idee, auf einer Bierkiste bergab zu rutschen, und schon war das erste Bierkistenrennen der Grenzgangsgeschichte geboren, welches nach einigen Sicherheitsvorkehrungen bis heute zum festen Bestandteil der Events der Adolf Schäfer gehört. Als Rivale für diesen Wettkampf fand sich die Burschenschaft Ludwigshütte, wodurch alle 7 Jahre ein außerordentlich sportliches Event am Thauwinkel stattfindet.  

1998 wurde abermals ein Michael zur Führung berufen. Diesmal allerdings mit Nachnamen Becker. Zur seiner Unterstützung lies sich Sven Müller zum zweiten Führer ernennen. Der zuerst als Reiter angedachte Jens Euler lies sich zum Adjutanten des Burschenoberst wählen.

In 2005 wurde dieser dann selbst vom Adjutanten zum Burschenoberst gewählt, während gleichzeitig Marcus Cottu als sein Adjutant aus den eigenen Reihen erkoren wurde. Außerdem war 2005 das erste Jahr in dem 3 Führer für die Burschenschaft benötigt wurden. Sven Müller erklärte sich bereit seine Erfahrung vom letzten Grenzgang zu teilen und übernahm die Position des 1. Führers. Unterstützt wurde er von Thomas Heinzerling als zweitem, und Jörg Moser als drittem Führer.

2012 kam die Burschenschaft  dann unter dem 1. Führer Simon Kohlstädt und dem 2. Führer Daniel Jung zusammen. 

2019 übernahm der ehemalige 2. Führer Jung den Posten des 1. Führers. Der ehemalige Fassmeister Hendrik Thome stand als 2. Führer an seiner Seite.

Text: Daniel Jung

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